Siegfried, Sieglindes und Siegmunds Sohn, wird von Alberichs Bruder, dem zwergenhaften Mime, argwöhnisch und ohne Liebe aufgezogen. Mimes Kalkül, dem furchtlosen Hünen zu gebieten, geht nicht auf. Der schmiedet Nothung, die Wunderwaffe, für sich und erobert im Kampf mit Fafner, der als Drache den Ring bewacht, den fluchbeladenen Schatz. Doch auch Wotan kann den Helden nicht zum Werkzeug seiner Pläne machen. Siegfried missachtet Wotan, seine Ansprüche und sein Vertragswerk. Wotan muss einsehen, dass die Welt- und Götterordnung nach seinen Gesetzen nicht mehr zu bewahren ist. In der leidenschaftlichen Begegnung Siegfrieds mit Brünnhilde schließlich finden zwei Naturen von einzigartiger Bestimmung zueinander.
Richard Wagner kreiert in "Siegfried" aus unterschiedlichen
Mythen und Märchen eine ureigene Erzählung: Die Motive des jungen
Drachentöters und des die Jungfrau wachküssenden Prinzen verschmelzen
mit der Geschichte vom Knaben, der auszieht, das Fürchten zu lernen.
Vor dem Fall der Götter im letzten Teil der "Ring"-Tetralogie steht
noch einmal das lebensbejahend utopische Element im Zentrum des Geschehens.
Ann Kathrin Hickl (als Flosshilde)
Inga Hilke Meyer-Ahrens (als Wellgunde)
Claudia Peuker (als Flosshilde)
Rebecca Wiemers (als Wellgunde)