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Archiv (Produktionen)
» Johann Wolfgang von Goethe
Werther
2009-2011

Die Stadt ist unschön, die Leute uninteressant. Werther will weg, fühlt eine tiefe Abneigung gegen das berufliche und alltägliche Einerlei. Seine Kunst bietet ihm zeitweise Befriedigung und Halt, in ihr kann er sein ungestümes, leidenschaftliches Temperament leben, doch Anerkennung erwächst daraus nicht. Und bar jeder Bindung spürt er "tief in seinem Inneren" eine Leere. Doch dann trifft Werther Lotte und sie allein, meint er, kann diese Leere in ihm füllen. Er nutzt fortan jede Gelegenheit, sie zu sehen, bei ihr zu sein. Die Liebe beherrscht ihn so, dass er Lottes anstehende Verlobung mit Albert völlig ignoriert. Aus Leidenschaft und Schwärmerei formt seine Phantasie ein Idealbild Lottes, ihre Bindung an Albert bedrückt ihn mehr und mehr. Doch er kann und will seine Gefühle nicht bezähmen. Ein Versuch, sich den gesellschaftlichen Normen zu fügen, Lottes Nähe zu meiden, schlägt fehl. Bei seiner Rückkehr aber sind Lotte und Albert verheiratet. Werther entschließt sich zum Freitod. Goethes Briefroman als emotionsgeladener Monolog: Ein hochsensibler junger Mann zerbricht an der gefühlsarmen, verständnislosen Umgebung und an der eigenen Unfähigkeit, das Leben zu ordnen.

Besetzung

Ann-Kathrin Pott