Musiktheater [Großes Haus]

Il Trovatore

Wiederaufnahme

Verdis Meisterwerk bildet das Herzstück der 'trilogia popolare' zwischen "Rigoletto" und "La Traviata". Die Musik des "Trovatore" schildert im flackernden 'brio' eines expressiven Belcanto flammende Leidenschaften wie Liebe, Eifersucht, Rachsucht und Hass.

Im Streit verfeinden sich Manrico und Graf Luna, erst zu spät erkennend, dass sie durch Blutsbande Brüder sind. Gemeinsam ist ihnen nur die Liebe zu Leonora, sodass sich der gesellschaftliche Konflikt der beiden in der Rivalitat der Liebe wiederholt. In das Geschehen weben sich immer wieder Anspielungen auf Manricos rätselhaftes Schicksal, das ihm einst durch eine Zigeunerin widerfuhr: Der junge Knabe wurde angeblich von der Magierin mit einem Zauber belegt, die deswegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Aus Rache raubte deren Tochter, Azucena, den Jungen, um ihn seinerseits zu verbrennen; sie stieß in einem Anflug von Irrsinn versehentlich aber ihren eigenen Sohn ins Feuer und behielt Manrico bei sich. Verdi verdichtet in "Il Trovatore" alle klassischen Elemente der italienischen Oper - Arien, Duette, Terzette und Ensembles - und integriert sie ineinem visionären Gesamtzusammenhang. Das Kollektiv bestimmt das Temperament der Musik. Nicht zu Unrecht ist der Zigeunerchor mit den Amboss-Schlägen eine der mitreißenden Chornummern Verdis, denn soziales Milieu und die realistische Welt der Arbeit prägen den Ton der Musik.

 

Musikalische Leitung: Erich Wächter
Inszenierung: Dirk Schmeding




Besetzung

Nonnen
Katrin Bünten
Heike Freischlad
Andrea Freitag
Erika Loest
Dorothea Meier
Frederike Oberwöhrmeier
Sabine Penckwitt
Claudia Peuker