Archiv (Produktionen)

Samson und Dalila

2011/2012

Neuerliche Eskalation im Gazastreifen: Samson tötete den Philister Abimélech, der den hebräischen Gott schmähte. Was tun gegen Samsons schier übermenschliche Stärke? Die Philister schicken weibliche Reize und List in den Kampf: Der Schönheit Dalilas erliegt der mächtige Gegner.Samson lässt sich von ihr verführen und in ihr Haus locken, wo er von den Philistern gefangen genommen, gefoltert und gedemütigt wird. Doch unter Anrufung Jehovas gewinnt Samson seine Kraft noch einmal zurück, seinen Tod in Kauf nehmend, stürzt er die Säulen des heidnischen Tempels um, die Trümmer des Gebäudes begra-ben auch Dalila und viele Feinde der Hebräer.

Achtzehn Jahre lang arbeitete Camille Saint-Saëns an seiner Oper. Doch gegen das gewählte Sujet des Glaubenskriegs, in dem selbst die Liebe korrumpiert und zur Waffe wird und der in einem Selbstmordattentat wahrhaft biblischen Ausmaßes gipfelt, regten sich in Frankreich derart starke religiöse Bedenken, dass die Uraufführung schließlich nur durch das mutige Engagement von Franz Liszt 1877 in Weimar zustande kam. Erst 1892 erklang die Oper erstmals in Paris und setzte sich mit ihrer farbenreichen Orchestrierung und der raffinierten Kontrastierung von großen Chortableaux und kammerspielartigen Szenen als eines der Meisterwerke der französischen Opernliteratur auf den Theaterspielplänen durch.

 

Musikalische Leitung: Erich Wächter

Inszenierung: Roland Velte

Besetzung

1.Krieger Thilo Blome, Sven Niemeier
2.Krieger Ralf Hanebaum, Sven Niemeier
Philisterin Katrin Bünten, Claudia Peuker
Schlange Frederike Oberwöhrmeier, Claudia Peuker
Hebräerinnen Katrin Bünten, Frederike Oberwöhrmeier, Claudia Peuker