Musiktheater [Großes Haus]

Parsifal

Premiere 10.03.2012

Amfortas leidet an einer schweren Verwundung von Körper und Seele. Als er der Verführung Kundrys nachgab und so sein Amt als Gralshüter vernachlässigte, büßte er den heiligen Speer ein und empfing von seinem Feind Klingsor eine unheilbare Verletzung. Mit ihm siecht seitdem auch die heilige Gralsritterschaft dahin. Nur ein reiner Tor, "durch Mitleid wissend", kann Erlösung bringen. Der junge Parsifal scheint der Heilsbringer zu sein, aber es liegen lange Irrfahrten vor ihm, bis er seine Bestimmung begreift, Speer und Gral zusammengeführt, Klingsor besiegt, Kundry entsühnt und Amfortas Leiden beendet werden.

37 Jahre lang beschäftigte sich Richard Wagner mit diesem Werk, das er sich "für die höchste Reife erspart" habe, um damit "den Kern der Religion" zu "retten". Aus christlicher und buddhistischer Symbolik, Sagen und Legenden sowie unter dem Einfluss der Philosophie Arthur Schopenhauers kreierte er in seinem "Bühnenweihfestspiel" eine eigene mythologische Welt, in der er der totalen Untergangs- eine Erlösungsperspektive entgegensetzt."Parsifal", uraufgeführt am 26. Juli 1882 bei den zweiten Bayreuther Festspielen und vom Komponisten für die Dauer von dreißig Jahren ausschließlich für Aufführungen in Bayreuth bestimmt, ist als sein letztes wohl auch sein rätselhaftestes und vieldeutigstes Werk geblie-ben und bietet bis heute immer wieder Anlass zu neuen Interpretationen.

Musikalische Leitung: Erich Wächter

Inszenierung: Kay Metzger


Besetzung

Jesus
Stephan Carluccio
Sven Niemeier

Maria
Claudia Peuker
Rebecca Stute

Eva
Julia Hinze

Adam
Niklas Beneke