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Archiv (Produktionen)
» Henrik Ibsen
Nora oder ein Puppenheim
Premiere 22.01.2010

Bei den Helmers läufts prima: Torwald Helmer macht Karriere in einem renommierten Kreditinstitut, seine Frau Nora sorgt für stete gute Laune beim Gatten und bei den Kindern. Längst vergessen sind die finanziellen Bedrängnisse der Vergangenheit, das Familienglück ist ungetrübt. Doch das "Puppenheim"-Idyll ist mit einer Notlüge erkauft worden. Vor Jahren fälschte Nora aus Liebe zu ihrem schwer erkrankten Mann eine Unterschrift, um ein Darlehen zu bekommen. Ohne sein Wissen rettete sie damit sein Leben, heimlich zahlte sie auch den Kredit fast vollständig ab. Dem einstigen Geldgeber aber, Rechtsanwalt Krogstad, der nunmehr in Torwalds Bank angestellt ist, droht die Entlassung. Um dies zu verhindern, erpresst er Nora mit dem Wissen um ihre Tat. Sie soll sich bei ihrem Mann für ihn einsetzen. Wie reagiert Torwald auf die Enthüllung ihres unrechtmäßigen Handelns? Er hätte dies niemals gebilligt. - Nora will das, was sie aus innerster Überzeugung tat, unbedingt verteidigen.

Eine Frau kämpft rigoros gegen die Konventionen, um ihr Selbstwertgefühl zu wahren. 1879 löste das einen Skandal aus. Ibsens Studie einer Gesellschaft, in der die Normen selbstverständlich über die Menschlichkeit gestellt werden, beeindruckt bis heute durch psychologische Genauigkeit und die Aktualität der dargestellten Probleme.

Besetzung

Felicitas Wendler (als Helene, Kindermädchen)
Franziska Dölling
Runa Gröbel
Jan Louis Hoibian
Alina Viktoria Kaiser
Emil Kielemoniuk
Miki Mallet
Cettina Politano
Chiara Politano
Jan Schaffeld