Brandenburg im Krieg: eine entscheidende Schlacht gegen die schwedischen
Besatzer steht unmittelbar bevor. Statt sich mit taktischen Details zu befassen,
ist der Prinz von Homburg erfüllt von Liebessehnen und dem Drang nach Ruhm. Er
missachtet die Order des Kriegsrates und führt mit einem vorschnellen Angriff den
Sieg herbei. Da er gegen den Befehl handelte, wird gegen ihn das Todesurteil verhängt.
Anerkannt und dennoch verdammt? Homburg begreift die Logik dieser Entscheidung nicht.
Er bittet um sein Leben. Sowohl die von ihm umworbene Prinzessin von Oranien als auch
die Offiziere begehren gegen das Urteil auf. Der Kurfürst indes ist erst zur Begnadigung bereit,
als Homburg selbst einsieht, dass der persönliche Erfolg nicht alle Mittel heiligt.
Lebensdrang und Selbstbehauptung einerseits, Staatsraison andererseits: Kleist zeigt mit
Homburg einen Menschen, der durch sein Beharren auf Vitalität und Autonomie in Widerstreit
mit der sozialen Ordnung gerät.
Inszenierung: Oliver Haffner
Mörner - Arne Bretthauer, Patrick Jung
Stranz - Thilo Blome, Johannes Eitzeroth, Tilman Rinsche
Hennings - Arne Bretthauer, Patrick Jung
Truchs - Robin Marks, Tilman Rinsche
Soldaten - Alexander Gunkler, Ralf Hanebaum, Patrick Zimmermann