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Prinz Friedrich von Homburg

Schauspiel von » Heinrich von Kleist

2010/2011

Brandenburg im Krieg: eine entscheidende Schlacht gegen die schwedischen Besatzer steht unmittelbar bevor. Statt sich mit taktischen Details zu befassen, ist der Prinz von Homburg erfüllt von Liebessehnen und dem Drang nach Ruhm. Er missachtet die Order des Kriegsrates und führt mit einem vorschnellen Angriff den Sieg herbei. Da er gegen den Befehl handelte, wird gegen ihn das Todesurteil verhängt. Anerkannt und dennoch verdammt? Homburg begreift die Logik dieser Entscheidung nicht. Er bittet um sein Leben. Sowohl die von ihm umworbene Prinzessin von Oranien als auch die Offiziere begehren gegen das Urteil auf. Der Kurfürst indes ist erst zur Begnadigung bereit, als Homburg selbst einsieht, dass der persönliche Erfolg nicht alle Mittel heiligt.
Lebensdrang und Selbstbehauptung einerseits, Staatsraison andererseits: Kleist zeigt mit Homburg einen Menschen, der durch sein Beharren auf Vitalität und Autonomie in Widerstreit mit der sozialen Ordnung gerät.

Inszenierung: Oliver Haffner

Besetzung

Mörner - Patrick Jung

Stranz - Thilo Blome, Johannes Eitzeroth, Tilman Rinsche

Hennings - Patrick Jung

Truchs - Robin Marks, Tilman Rinsche

Soldaten - Alexander Gunkler, Ralf Hanebaum, Patrick Zimmermann