Archiv (Produktionen)
» Benjamin Britten
Fluss der Möwen (Curlew River)
Eine Kirchenparabel in Koproduktion mit dem Festival Musica sacra Paderborn 2009
2009/2010

"Curlew River" ist die früheste der drei Kirchenparabeln Brittens und entstand unter dem Eindruck des No-Spiels, das der Komponist auf einer Japanreise kennengelernt hatte. Britten wollte etwas Vergleichbares in europäisch-christlicher Interpretation schaffen und verwendete das No-Spiel "Sumidagawa" als Grundlage seiner Komposition. Der Komponist wählte als Aufführungsort die Kirche. Alle drei Parabeln verbinden japanische Einflüsse mit Elementen des mittelalterlichen Mysterienspiels und sind eingebettet in die Liturgie eines Gottesdienstes.

In "Curlew River" durchstreift eine Wahnsinnige auf der Suche nach ihrem Sohn das Land. Ein Fährmann erzählt ihr von einem kranken Jungen, der den Wunsch äußerte, am Weg zu einem Heiligtum begraben zu werden, damit der Schatten der Pilger aus der Heimat auf sein Grab falle. Die Suchende erlebt am Grabe des Jungen eine Vision ihres Sohnes, der seine Mutter segnet. Sie ist dadurch von ihrer Krankheit geheilt. Die Gnade Gottes hat sie von ihrem Wahnsinn erlöst.

Besetzung

Alexander Gunkler
Sven Niemeier
Tilman Rinsche
Daniel Van´t Hull
Patrick Zimmermann