Musiktheater [Großes Haus]

Carmen

Wiederaufnahme

Mit einer fatalen Dreiecksgeschichte sorgte sie bereitsbei ihrer Uraufführung am 3. März 1875 inder Pariser Opéra Comique für bewegte Gemüter: "Carmen", die schöne Titelheldin, vertritt sinnlich und offensiv eine Position jenseits der bürgerlichen Moral.

Georges Bizet und seine Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy schufen eine facettenreiche Figur: Aus der rücksichtslosen Andalusierin in Prosper Mérimées Novelle von 1845 formten die Textautoren eine starke Persönlichkeit, die zu den vielschichtigsten Frauengestalten der Operngeschichte gehört.

Bizets letzte Oper kreist um eine unvereinbare Beziehung zwischen konträren Charakteren, die letztlich selbstzerstörerisch wirkt. Sie atmet südländisches Kolorit, ohne konkrete Anleihen in der andalusischen Folklore zu suchen. Mit der federnden Spannung der Rhythmen, die oft Tanzcharakter haben, Farbigkeit der Instrumentierung und mit vitalem Ausdruck empfand Bizet das Ambiente Südspaniens nach und schuf für die dramatische Handlung einen überzeugenden Klangraum.

 

Musikalische Leitung: Erich Wächter

Inszenierung: Kay Metzger


Besetzung

Katrin Büntnen
Svenja Holste
Frederike Oberwöhrmeier
Claudia Peuker